Nachnutzung von Kindertagesstätten

Verantwortungsvoll zum Wohl der Stadt steuern

Die Stadt muss Kitas schließen. Dieser Umstand ist der Fehlplanung des Jugenddezernates und von Jugenddezernentin Vicki Felthaus geschuldet. Der Prozess der Schließungen ist momentan ein kommunikatives Desaster. Unsere Einschätzung zu diesem Thema finden Sie hier.

Trotz allem entsteht hier ein neues Problem für die Stadt Leipzig, und zwar der Umgang mit den Kitagebäuden. Häufig sprechen wir von Gebäuden, die nie als Kindertagesstätte konzipiert waren – dazu gehören Wohnhäuser, Stadtvillen und Bedarfsbauten aus DDR-Zeiten. Letztere sind im Regelfall nichtmehr nutzbar uns müssen im Zweifelsfall abgerissen werden. In den ersten beiden Fällen ergibt sich allerdings ein Potential, welches durch die Stadt Leipzig gehoben werden muss.

Die Stadtverwaltung sucht im ersten Schritt in anderen Verwaltungseinheiten nach möglichen Bedarfen für beispielsweise Verwaltungsunterbringung, soziale Zwecke oder andere städtische Projekte.

Sollte die Stadt Leipzig für diese Gebäude keine eigene sinnvolle Nachnutzung finden, so können diese dem Wohnungsmarkt wieder zur Verfügung gestellt werden. Das ist momentan der Grund für eine Vielzahl an politischen Konflikten. Die Fraktionen DIE LINKE, Bündnis ‘90/Die Grünen und SPD im Leipziger Stadtrat widersprechen aus ideologischen Gründen prinzipiell einem Verkauf. Dabei könnte der Verkauf von Grundstücken in der aktuellen Zeit die Haushaltlage stabilisieren und in einer Zeit stark steigender Mieten zusätzlichen Wohnraum reaktivieren.

Es wird notwendig sein die freiwerdenden Wohnhäuser und Stadtvillen umfangreich zu sanieren und im Sinne der Wohnraumschaffung umzubauen. Die Mittel dafür hat die Stadt und auch die LWB nicht. Wer also Wohnraum schaffen (und dadurch Mieten senken) will muss auch an private Investoren verkaufen.

Wie in der Stadt neuer Wohnraum in der Stadt geschaffen werden kann, schreiben wir an dieser Stelle in den kommenden Wochen.