Rede zum Thema Eigenheime

Es gilt das gesprochene Wort!

Sehr geehrte Damen und Herren,

Familien und vor allem Kinderreiche Familien sind das Fundament unserer Gesellschaft. Sie prägen das soziale Leben, sorgen für Stabilität und tragen langfristig zur Entwicklung unserer Stadt bei. Doch gerade junge Familien stehen heute vor großen Herausforderungen: steigende Mieten, knapper Wohnraum und hohe Grundstückspreise machen es ihnen zunehmend schwer, sich hier dauerhaft niederzulassen.

Wenn wir als Stadt aktiv gegensteuern wollen, müssen wir attraktive Rahmenbedingungen schaffen. Die Vergabe städtischer Grundstücke für den Eigenheimbau ist dabei ein wirkungsvolles Instrument.

Erstens: Wir sichern die Zukunft unserer Stadt.
Familien, die hier ein Eigenheim bauen, bleiben langfristig. Sie engagieren sich in Schulen, Vereinen und im Gemeinwesen. Das stärkt den sozialen Zusammenhalt und sorgt für lebendige Stadtteile.

Zweitens: Wir schaffen bezahlbaren Wohnraum.
Durch dies nun heute vorliegende gezielte Vergabemodelle – etwa zu fairen Preisen bzw. mit sozialen Kriterien – können wir Familien den Zugang zu Eigentum ermöglichen, die auf dem freien Markt oft weniger Chancen hätte.

Drittens: Wir fördern nachhaltige Stadtentwicklung.
Wenn wir Grundstücke bewusst vergeben, können wir ökologische Standards, energieeffizientes Bauen und familienfreundliche Quartiere aktiv mitgestalten.

Viertens: Wir stärken unsere lokale Wirtschaft.
Der Bau von Eigenheimen schafft Aufträge für regionale Handwerksbetriebe und sichert Arbeitsplätze vor Ort.

Fünftens: Wir reduzieren unsere Kosten, da die Grundstücke im Bestand Kosten verursachen und keine Grundsteuereinnahmen bringen.

Natürlich muss eine solche Vergabe verantwortungsvoll gestaltet werden. Transparente Kriterien, soziale Ausgewogenheit und eine kluge Flächenplanung sind dabei unerlässlich. Es geht nicht um Bevorzugung, sondern um eine Investition in die Zukunft unserer Stadt.

Ziel unseres Antrages ist, Verwaltungsprüfungen zu reduzieren. Gerade die Nachprüfungen müssen weg. Wenn der Kauf / der Pachtvertrag abgeschlossen ist und das Objekt übergeben wurde, dann soll sich der Mitarbeiter im Liegenschaftsamt nicht einige Jahre später nochmal mit dem Grundstück beschäftigen müssen – sondern diese Zeit nutzen um andere Familien mit einem anderen Grundstück glücklich machen. Schon allein der Schriftverkehr und die Bürokratie die entsteht, wenn z.B. die Oma am Ende beim Einzug doch nicht mit einzieht wird enorm werden. Und wenn das Familienheim dann komplett durchfinanziert ist und die Familie kein Chance mehr hat die dann entstehenden Mehrkosten die wir fordern zu zahlen? Was machen wir denn dann???

Das ist ein Beispiel was uns stört und was wir für Lebensfremd halten.

Deswegen löschen wir in unserem ÄA folgende Punktebewertung:

1.) Das Kriterium „Mehrgenerationenhaushalt“ (Punkt 1.3) wird gestrichen.
2.) Das Kriterium „Arbeitsort/Arbeitsweg“ (Punkt 1.7) wird gestrichen.
3.) Das Kriterium „Gebäudeenergieeffizienz“ (Punkt 2.1) wird gestrichen.
4.) Das Kriterium „Solarenergetische Dachnutzung“ (Punkt 2.2) wird gestrichen.

Lassen Sie uns daher den Mut haben, diesen Weg konsequent zu gehen. Wenn wir Familien die Chance geben, hier Wurzeln zu schlagen, stärken wir nicht nur einzelne Haushalte – wir stärken unsere gesamte Stadt.