Rede zum Digitalisierungsbudget
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
Digitalisierung ist kein Luxus – sie ist die Grundlage für eine zukunftsfähige Verwaltung, die unseren Bürgerinnen und Bürgern effiziente Dienstleistungen bietet. Die Verwaltungsdigitalisierung reduziert bürokratische Hürden und schafft Kapazitäten für Kernaufgaben der Stadt. Zwar wurde das Budget im aktuellen Haushaltsplan bereits auf rund 4 Mio. Euro pro Jahr verdoppelt, doch angesichts von 50 geplanten Digitalisierungsprojekten reicht dies unserer Meinung nach nicht aus, um Leipzigs Verwaltung vollends ins 21. Jahrhundert zu führen.
Gewiss: Die angespannte Haushaltslage und Personalknappheit in Schlüsselbereichen , wie im VSP beschrieben, sind reale Herausforderungen[1]. Doch genau hier liegt der Widerspruch: Ohne Investitionen in digitale Prozesse werden wir diese Engpässe niemals überwinden. Jedes aufgeschobene Projekt verlängert die Phase ineffizienter Arbeitsabläufe – ein Teufelskreis, der langfristig höhere Kosten verursacht. Wie das Bundesprogramm zur digitalen Verwaltung zeigt, lassen sich durch Automatisierung bis zu 30 % der Bearbeitungszeiten bei Anträgen einsparen
Die Kritik, dass Digitalisierungsvorhaben zunächst mehr Ressourcen binden, ist richtig Doch jede Ende-zu-Ende-Digitalisierung schafft nachweislich dauerhafte Entlastung.
Langfristig spart jede investierte Million Euro dreifach – durch schnellere Dienstleistungen, geringere Fehlerquoten und zufriedenere Bürgerinnen und Bürger. Ich bitte um Zustimmung. Vielen Dank.